31. Dezember 2025

Von Noemi Kirschbaum
Wenn man ein Unternehmen gründet, glaubt man selten, wie viel man in einem einzigen Jahr lernen wird. Man bereitet sich vor. Man macht Pläne. Man spricht mit Menschen, die diesen Weg schon gegangen sind. Und trotzdem weiß man erst hinterher, worauf man sich wirklich eingelassen hat.
Unser Jahr 2025 als Bildungsanbieter war das erste volle Jahr und vor allem: intensiv. Erfüllend. Manchmal anstrengend. Und vor allem lehrreich. Drei Erkenntnisse haben uns dabei besonders geprägt. Sie verändern, wie wir heute unser Unternehmen führen. Wie wir zusammenarbeiten. Und wie wir unsere Teilnehmerinnen begleiten.
Viele Menschen verbinden Agilität mit grenzenloser Freiheit und vielleicht ein bisschen Planlosigkeit. Mit Selbstorganisation. Mit dem Gedanken, dass Teams einfach loslaufen und es schon “irgendwie” funktioniert.
Unsere Erfahrung ist eine andere:
Wenn Ziele unscharf sind, laufen hoch motivierte Menschen in unterschiedliche Richtungen. Jede*r hat gute Ideen. Jede*r gibt sein Bestes. Aber das Ergebnis ist ein Prisma und kein Laser.
Für uns bedeutete das: Wir mussten lernen, viel deutlicher zu formulieren, wohin wir wollen. Was der Kern ist. Was ein Nebenplatz ist. Was Pflicht ist. Und was Kür ist.
Erst dann begann das Team, wirklich in die gleiche Richtung zu laufen. Nicht weil wir stärker geführt haben, sondern klarer.
Was wir daraus mitnehmen:
Agilität entsteht nicht aus dem Loslassen.
Agilität entsteht aus Klarheit.
Ein Team kann nur selbstorganisiert arbeiten, wenn es weiß, wohin es gemeinsam geht.
Zu Beginn hatten wir die romantische Vorstellung, dass motivierte Menschen sofort Initiative zeigen.
In der Realität brauchte es mehr Zeit. Mehr Sicherheit, mehr Vertrauen.
Mehr Verständnis dafür, welche Initiative in die richtige Richtung läuft und welche Energie sich verzettelt.
Menschen entfalten sich, wenn sie sich sicher fühlen. Sie bringen sich ein, wenn sie wissen, dass ihre Ideen willkommen sind.
Sie übernehmen Verantwortung, wenn sie verstehen, welche Art von Initiative dem gemeinsamen Ziel dient.
Gerade in einem jungen Unternehmen ist dieser Übergang sensibel. Denn jede Bewegung hat Auswirkungen. Jede Idee verändert ein System, das sich noch findet. Wir mussten lernen, Räume zu schaffen. Orientierung zu geben. Und gleichzeitig Mut zu machen, Dinge auszuprobieren ohne jedes Mal auf das grüne Licht von oben zu warten.
Was wir daraus mitnehmen:
Eigeninitiative ist kein einzelnes Ereignis. Sie ist ein Prozess.
Sie entsteht nicht aus Druck. Sie entsteht aus Vertrauen und Klarheit.
Und sie braucht Feedback, damit sie Wirkung entfalten kann.
Viele Menschen unterschätzen die emotionale Seite des Unternehmertums.
Man startet mit Energie. Man gibt Vollgas: jede Woche so lange arbeiten, bis alle Aufgaben erledigt sind. Plus was sonst noch sein muss. Und eigentlich muss alles sein, oder?
Der Rückenwind ist stark. Die ersten Erfolge waren da: Leute wollen beraten werden, neue Teilnehmende kommen regelmäßig dazu.
Aber dann die ersten Durststrecken. Sind das nur Fluktuationen, weil Leute im Urlaub sind? Oder langfristige Probleme in der Sichtbarkeit?
Es gibt keinen Stillstand, keine Pause. Aber es gibt Phasen der Beschleunigung und Phasen der Erholung unterscheiden und ehrlich zu sich sein: Man kann nicht immer im höchsten Gang fahren.
Wir haben gelernt, dass Pausen keine Schwäche sind. Manchmal sind sie der einzige Weg, um langfristig kraftvoll zu bleiben.
Gerade wenn man eine Organisation aufbaut, die anderen Stabilität geben soll, braucht man selbst Stabilität.
Und ja. Der Weg ist länger als gedacht. Also sollten wir genügend Proviant mitbringen und genügend Pausen einplanen 😉
Was wir daraus mitnehmen:
Wir nehmen uns Pausen, bevor uns die Puste ausgeht.
Wir halten mit unserer Kraft haus, so dass wir länger durchhalten. Auch wenn Dinge länger liegen bleiben.
Und nachhaltiges Wachstum entsteht durch Menschen, die nicht brennen, sondern leuchten.
Dieses Jahr hat uns nicht nur arbeitsorganisatorisch geprägt, sondern auch als Lernbegleiterinnen. Es hat unsere Haltung geschärft. Unsere Werte gestärkt. Und unseren Blick auf das Thema Lernen verändert.
Wir wissen heute:
Mit diesen Learnings gehen wir ins nächste Jahr.
Fokussierter. Ruhiger. Entschlossener.
Und voller Vorfreude darauf, was wir gemeinsam mit unseren Teilnehmenden und Partnerinnen noch aufbauen werden.
Unser erstes Jahr als Bildungsanbieter hat uns nicht nur geprägt.
Es hat auch verändert, wie wir Weiterbildungen gestalten.
Wenn du über eine berufliche Neuorientierung nachdenkst oder eine Scrum Weiterbildung planst, dann helfen dir diese Erkenntnisse ganz direkt.
Der Arbeitsmarkt verändert sich. Und so verändern sich auch die Arbeitssuchenden. Es gibt viele Leute, die schon thematisch tief verankert in ihrem Beruf sind. Aber Softskills wie:
Sind Elemente, die im Berufsalltag meistens zu kurz kommen. Und wenn es dazu kommt, dass du einen Bildungsgutschein bekommen kannst, dann setz ihn doch genau dafür ein.
Agile Skills gehören inzwischen zu den gefragtesten Kompetenzen im Projektmanagement.
Sie bilden ein stabiles Fundament für Rollen in digitalen, kreativen und technischen Bereichen.
Hier findest du eine kleine Orientierung:
Ideal, wenn du Menschen unterstützen und Teams stärken willst.
Du lernst Moderation, Facilitation, Impediment Management und Teamdynamiken.
Perfekt, wenn du entscheiden willst.
Du arbeitest an Vision, Priorisierung, Wertorientierung und Produktentwicklung.
Gut geeignet für angehende Führungskräfte oder Menschen, die Teamprozesse verbessern wollen.
Für alle, die bereits Erfahrung haben und tiefer einsteigen möchten.
Wenn du unsicher bist, welche Weiterbildung die richtige ist, finden wir das im Gespräch heraus. Keine Entscheidung muss allein getroffen werden.
Viele unserer Teilnehmenden finanzieren ihre Ausbildung zu 100 Prozent über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters.
Typischerweise wenn:
Wir unterstützen dich bei allen Schritten: Von der Antragstellung bis zur finalen Bewilligung.
Wir haben unsere Learnings aus Jahr eins direkt umgesetzt.
Das bedeutet für dich:
Weil Lernen nachhaltig sein soll. Nicht stressig.
Mit guter Vorbereitung absolut machbar.
Unsere Teilnehmenden bestehen überdurchschnittlich oft beim ersten Versuch (99%)
Ja. Viele unserer erfolgreichsten Teilnehmerinnen kommen aus ganz anderen Branchen.
Wir starten regelmäßig. Und wenn du ganz schnell loslegen willst, bieten wir dir ein individuelles Onboarding an.
Ja. Unsere Didaktik ist so aufgebaut, dass du Schritt für Schritt wieder ins Lernen findest.
Weiterbildung ist eine Entscheidung, die Mut braucht.
Wir begleiten dich dabei: Hier kostenlose Kursberatung buchen
Damit du Klarheit gewinnst.
Damit du weißt, welche Weiterbildung wirklich zu dir passt.
Und damit Lernen wieder leicht wird.

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