7. Juli 2026

Von Noemi Kirschbaum
Eine ungenutzte Domain, ein Hobby rund ums Brauen und die Frage: Was lässt sich daraus machen?
Aus dieser Kombination entstand im Vibe Coding Kurs eine erste eigene Website für „Lipsbrew„. Die Idee war bereits da. Für die Umsetzung fehlte vor allem die Zeit. Mithilfe von KI konnte in kurzer Zeit etwas entstehen, das vorzeigbar war und später Schritt für Schritt erweitert werden kann.
Digitale Produktideen scheitern oft an der Umsetzung. Die Idee ist da, doch technische Kenntnisse fehlen, der Aufwand wirkt zu groß oder jedes Detail soll vor dem Start geklärt sein. Vibe Coding kann diese Einstiegshürde senken. Mithilfe von KI entstehen schneller erste Prototypen, an denen Ideen sichtbar, überprüfbar und schrittweise weiterentwickelt werden können.
Genau darin liegt der Reiz von Vibe Coding für agile Rollen. Product Owner können Produktideen früher sichtbar machen und mit echtem Feedback weiterentwickeln. Scrum Master können neue Werkzeuge ausprobieren, kleine Lösungen für Teams entwickeln und Lernprozesse begleiten.
Agiles Arbeiten bedeutet, früh ein erstes nutzbares Ergebnis zu schaffen, daraus zu lernen und es auf Grundlage von Feedback weiterzuentwickeln.
Dafür braucht es zunächst eine konkrete Basis. Menschen müssen etwas sehen, ausprobieren und bewerten können. Eine Produktidee, die vollständig im Kopf oder in einem Konzeptpapier ausgearbeitet wird, bevor sie erstmals potenziellen Nutzerinnen und Nutzern begegnet, bleibt lange eine Idee.
Der Wunsch, ein Produkt vor der ersten Präsentation möglichst genau zu durchdenken, ist nachvollziehbar. Wer eine Idee vorstellt, möchte erklären können, worum es geht. Jedes Detail soll geplant sein. Auf möglichst viele Fragen soll bereits eine Antwort vorliegen.
Diese ausführliche Planungsphase kostet Zeit. Gleichzeitig schützt sie nicht davor, dass zentrale Annahmen falsch sind. Sobald das Produkt erstmals auf reale Nutzerinnen und Nutzer trifft, können neue Erkenntnisse entstehen. Vielleicht gibt es weniger Bedarf als erwartet. Vielleicht fehlen wichtige Funktionen. Vielleicht hat die Zielgruppe andere Erwartungen.
Beim Brauprojekt war der Einstieg einfacher. Die Domain war bereits vorhanden. Das Thema kam aus einem persönlichen Interesse unseres Weiterbildungsteilnehmers Markus John. Sein Motto: Do is better than perfect. Der erste Schritt bestand darin, die Idee praktisch umzusetzen und zu prüfen, was damit möglich ist.
Markus größte Aha-Erlebnis war die Geschwindigkeit. Mit einer klaren Vorstellung und der passenden Technik entstand schnell ein Ergebnis, das gezeigt und weitergedacht werden konnte.
Agile Produktentwicklung setzt genau dort an. Sie arbeitet mit Skizzen, Prototypen und kleinen Produktversionen. Diese müssen noch nicht ausgereift sein. Sie müssen konkret genug sein, um eine Reaktion auszulösen und neue Erkenntnisse zu ermöglichen.
Hier kommt Vibe Coding ins Spiel. Mithilfe von KI können Menschen auch ohne umfassende Programmiererfahrung erste digitale Anwendungen, Websites oder Prototypen entwickeln. Aus einer abstrakten Vorstellung entsteht schneller etwas, das gezeigt, getestet und gemeinsam besprochen werden kann.
Vibe Coding ersetzt keine professionelle Softwareentwicklung. Es erleichtert den Einstieg in die praktische Umsetzung. Entscheidend bleiben eine klare Produktidee, sinnvolle Anforderungen und die Bereitschaft, das Ergebnis iterativ zu verbessern.
Für Product Owner eröffnet das die Möglichkeit, Hypothesen früher zu überprüfen. Stakeholder erhalten einen ersten Lösungsansatz, den sie sehen und bewerten können.
Scrum Master können Vibe Coding nutzen, um Experimente im Team zu unterstützen. Auch kleine Hilfsmittel für Workshops, Retrospektiven oder die Zusammenarbeit lassen sich auf diese Weise entwickeln.
Die Erfahrung aus dem Brauprojekt lässt sich deshalb gut auf andere Vorhaben übertragen: Eine klare Idee, etwas Zeit und der Mut zum Start reichen aus, um einen ersten Schritt zu machen. Danach kann das Produkt weiter wachsen.
Die zentrale Frage lautet:
Wie kann aus einer Idee schnell etwas entstehen, von dem das Team, die Stakeholder und die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer lernen können?
Product Owner arbeiten jeden Tag mit Ideen, Anforderungen und Erwartungen. Sie entwickeln Produktziele, priorisieren Einträge im Product Backlog und stimmen sich mit Stakeholdern ab. Dabei entsteht eine zentrale Herausforderung: Viele Entscheidungen werden getroffen, bevor jemand die Idee wirklich sehen oder ausprobieren kann.
Vibe Coding kann helfen, diesen Abstand zwischen Vorstellung und Erfahrung zu verkürzen. Aus einer ersten Idee entsteht ein einfacher Prototyp. Dieser Prototyp macht sichtbar, wie eine mögliche Lösung aussehen und funktionieren könnte.
Beim Brauprojekt war genau das der Fall. Die Idee bestand darin, das eigene Hobby rund ums Brauen in einer Website abzubilden. Die vorhandene Domain bildete den Ausgangspunkt. Mithilfe von Vibe Coding entstand schnell eine erste Version, die gezeigt und anschließend weiterentwickelt werden konnte.
Für Product Owner entsteht daraus ein klarer Vorteil. Sie können Produktideen früher konkretisieren und schneller prüfen, ob ihre Annahmen verständlich und relevant sind.
Ein Prototyp kann zum Beispiel zeigen:
Auch Gespräche mit Stakeholdern verändern sich. Eine abstrakte Beschreibung lässt viel Raum für unterschiedliche Vorstellungen. Ein funktionierendes Beispiel schafft eine gemeinsame Grundlage. Stakeholder können konkreter reagieren und ihre Erwartungen klarer formulieren.
Vibe Coding unterstützt Product Owner außerdem dabei, unterschiedliche Lösungsvarianten auszuprobieren. Eine Idee kann angepasst, erweitert oder verworfen werden. Der Aufwand für erste Experimente bleibt überschaubar. Dadurch können mehrere Ansätze geprüft werden, bevor ein größeres Entwicklungsprojekt startet.
Auch Anforderungen lassen sich anhand eines Prototyps genauer beschreiben. Sobald ein erstes Ergebnis vorliegt, wird sichtbar, welche Details für die weitere Entwicklung relevant sind. Neue Erkenntnisse können direkt in das Product Backlog einfließen.
Auf diese Weise kann ein erster Prototyp die Grundlage für ein Minimum Viable Product bilden. Diese frühe Produktversion konzentriert sich auf den wichtigsten Nutzen für die Zielgruppe. Weitere Funktionen können später ergänzt und anhand von Feedback priorisiert werden.
Product Owner müssen dafür keine professionellen Entwicklerinnen oder Entwickler werden. Ihre Stärke liegt weiterhin darin, Ziele zu klären, Nutzen zu bewerten und Entscheidungen zu treffen. Vibe Coding erweitert ihren Werkzeugkasten. Ideen gelangen schneller aus dem Kopf in einen Zustand, der überprüft, besprochen und weiterentwickelt werden kann.
Ein Prototyp entsteht nicht durch möglichst viele Funktionen. Entscheidend ist zuerst die Frage, welches Problem gelöst werden soll.
Für Product Owner beginnt die Arbeit deshalb mit Klarheit. Wer soll das Produkt nutzen? Welchen konkreten Nutzen soll es bieten? Welche Funktion ist für die erste Version wirklich notwendig? Welche Ideen können später folgen?
Diese Fragen helfen dabei, den Umfang bewusst klein zu halten. Aus einer langen Liste möglicher Features wird eine erste Version mit einem klaren Zweck.
Beim Brauprojekt hätte die Website von Beginn an viele Bereiche enthalten können. Rezepte, Hintergrundwissen, Bildergalerien, Veranstaltungshinweise oder eine Community wären denkbar gewesen. Für den Start war das nicht nötig. Wichtiger war eine erste Website, die das Thema sichtbar macht und eine Grundlage für weitere Schritte schafft.
Genau dabei kann Vibe Coding als Experiment dienen. Der Product Owner formuliert eine Annahme und setzt sie in einer kleinen Version um. Anschließend zeigt sich, ob die Idee verständlich ist, ob sie Interesse weckt und welche Fragen daraus entstehen.
Die Ergebnisse dieses Experiments fließen zurück in das Product Backlog. Neue Anforderungen werden ergänzt. Bestehende Einträge werden präzisiert. Manche Ideen verlieren an Bedeutung. Andere werden wichtiger als zunächst gedacht.
So entsteht Produktentwicklung Schritt für Schritt. Der Prototyp dient dabei als Lernobjekt. Er hilft, Annahmen zu überprüfen und das Produktziel zu schärfen.
Eine Idee muss dafür noch nicht vollständig ausgearbeitet sein. Sie braucht einen klaren Ausgangspunkt und eine erste überprüfbare Annahme. Alles Weitere kann sich durch Nutzung, Rückmeldungen und neue Erkenntnisse entwickeln.
Vibe Coding wird auf diese Weise zu einem Werkzeug für empirische Produktentwicklung. Es unterstützt Product Owner dabei, Entscheidungen auf Grundlage konkreter Erfahrungen zu treffen und den nächsten sinnvollen Schritt zu bestimmen.
Auch für Scrum Master kann Vibe Coding ein praktisches Werkzeug sein. Der Schwerpunkt liegt dabei weniger auf dem Produkt selbst. Im Vordergrund stehen Zusammenarbeit, Transparenz und kontinuierliche Verbesserung.
Im Teamalltag entstehen immer wieder kleine Herausforderungen, für die eine einfache digitale Lösung hilfreich wäre. Dazu gehören zum Beispiel strukturierte Check-ins, neue Feedbackformate oder eine übersichtliche Darstellung von Ergebnissen aus Retrospektiven.
Mit Vibe Coding lassen sich solche Ideen zunächst in kleiner Form ausprobieren. Ein Scrum Master könnte etwa ein einfaches Tool für eine Retrospektive entwickeln, ein digitales Stimmungsbild erstellen oder eine Visualisierung vorbereiten, die Veränderungen im Team sichtbar macht.
Auch Workshop-Ideen können auf diese Weise getestet werden. Statt ein neues Format nur theoretisch zu beschreiben, entsteht eine erste Anwendung, mit der das Team direkt arbeiten kann. Die Reaktionen zeigen anschließend, ob das Format unterstützt, irritiert oder angepasst werden sollte.
Ein weiterer Einsatzbereich liegt in wiederkehrenden organisatorischen Aufgaben. Kleine Anwendungen können helfen, Rückmeldungen zu bündeln, Ergebnisse zu dokumentieren oder Informationen übersichtlicher zugänglich zu machen.
Die Verantwortung des Scrum Masters bleibt dabei klar. Die Rolle übernimmt nicht die Produktentwicklung für das Team. Sie schafft Räume, in denen neue Ansätze erprobt und gemeinsam ausgewertet werden können.
Besonders wichtig ist der reflektierte Umgang mit KI. Ein neues Tool ist nur dann hilfreich, wenn es ein konkretes Problem löst und die Zusammenarbeit verbessert. Zusätzliche Funktionen allein schaffen noch keinen Nutzen.
Deshalb sollte vor jedem Experiment eine einfache Frage stehen:
Welches Problem möchten wir im Team damit lösen?
Erst danach folgt die Entscheidung, ob Vibe Coding dafür geeignet ist. So wird aus einer technischen Möglichkeit ein bewusst gewähltes Hilfsmittel für Lernen, Austausch und Verbesserung.
Vibe Coding passt gut zu agiler Produktentwicklung, weil sich Ideen schnell in eine erste nutzbare Form bringen lassen. Der Wert entsteht jedoch erst durch das, was danach passiert.
Eine erste Version sollte klein genug sein, um sie zügig zu testen. Sie braucht einen klaren Zweck und muss eine konkrete Annahme überprüfbar machen. So lässt sich früh erkennen, ob Nutzerinnen und Nutzer den vorgesehenen Nutzen tatsächlich sehen.
Feedback gibt anschließend die Richtung vor. Es zeigt, welche Funktionen hilfreich sind, wo Missverständnisse entstehen und welche Ideen vorerst keine Priorität haben. Dadurch wächst das Produkt entlang realer Erfahrungen.
Auch beim Brauprojekt lag die Stärke im frühen Start. Die Website musste zu Beginn nicht alle denkbaren Inhalte und Funktionen enthalten. Entscheidend war, eine erste Version zu schaffen, die sichtbar macht, wie sich das Thema umsetzen lässt. Von dort aus kann die Seite Schritt für Schritt erweitert werden.
Genau darin zeigt sich die agile Haltung hinter Vibe Coding:
Die Geschwindigkeit der Umsetzung allein sagt noch wenig über die Qualität eines Produkts aus. Eine Anwendung kann technisch funktionieren und trotzdem am Bedarf der Zielgruppe vorbeigehen.
Qualität entsteht durch ein klares Produktziel, eine bewusste Priorisierung und regelmäßiges Nutzerfeedback. Auch Fragen zu Verständlichkeit, Sicherheit, Wartbarkeit und Datenschutz gehören dazu.
Vibe Coding kann die Umsetzung beschleunigen. Agile Produktarbeit sorgt dafür, dass aus dieser Geschwindigkeit ein sinnvoller Lernprozess entsteht. Erst durch die Verbindung aus Experiment, Feedback und Priorisierung entwickelt sich aus einer ersten Version ein Produkt mit echtem Nutzen.
Wie Vibe Coding in der Praxis aussehen kann, zeigt das Projekt Lipzbrew. Markus brachte dafür zwei Dinge zusammen: seine Erfahrungen aus dem Kurs und seine Leidenschaft für das Brauen.
Die passende Domain hatte er bereits registriert. Bis dahin blieb sie jedoch ungenutzt. Im Kurs wurde sie zum Ausgangspunkt für eine eigene Website.
Heute präsentiert sich Lipzbrew als Hobbybrauerei aus Franken. Unter dem Leitgedanken „Handwerk aus Leidenschaft“ erhält das Projekt eine klare Identität. Die Website macht sichtbar, wofür Lipzbrew steht, und gibt dem Hobby einen eigenen digitalen Raum.
Die Motivation ging dabei über eine reine Onlinepräsenz hinaus. Markus wollte sich von einem klassischen Instagram-Auftritt abheben und herausfinden, was sich mit Vibe Coding umsetzen lässt. Gleichzeitig sollte eine Grundlage entstehen, die später erweitert werden kann.
Die Idee für das Projekt war also bereits vorhanden. Die größte Hürde war die verfügbare Zeit. Eine Website selbst aufzubauen, wirkte zunächst wie ein Vorhaben, das viel Planung und technischen Aufwand erfordert.
Durch Vibe Coding ließ sich dieser Aufwand reduzieren. Aus der vorhandenen Vorstellung entstand in kurzer Zeit eine erste vorzeigbare Website. Markus konnte direkt erleben, wie seine Idee digital wirkt und an welchen Stellen sie weiterentwickelt werden kann.
Sein größtes Aha Erlebnis war die Geschwindigkeit:
„Wie schnell man etwas Vorzeigbares bekommt, wenn man eine Vorstellung und die richtige Technik hat.“
Das Ergebnis bildet zugleich einen Startpunkt. Die Website kann mit neuen Inhalten, Funktionen und Ideen wachsen. Jede Erweiterung lässt sich einzeln betrachten und nach ihrem Nutzen bewerten.
Aus dem Projekt nimmt er deshalb mehr als eine fertige Website mit. Er hat erlebt, dass eine konkrete Vorstellung ausreicht, um den ersten Schritt zu machen. Weitere Entscheidungen können während der Umsetzung entstehen.
Auch die Freude am Ausprobieren spielt für ihn eine wichtige Rolle. Seine Erfahrung aus dem Kurs fasst er entsprechend pragmatisch zusammen:
„Einfach mal loslegen, sich etwas Zeit nehmen und ab gehts.“
Lipzbrew zeigt damit, was Vibe Coding ermöglichen kann. Ein persönliches Interesse wird zu einem sichtbaren digitalen Projekt. Eine ungenutzte Domain erhält eine Funktion. Aus einer Idee entsteht eine Grundlage, die sich Schritt für Schritt ausbauen lässt.
Das Lipzbrew-Projekt zeigt, wie aus einer persönlichen Idee ein erstes digitales Produkt entstehen kann. Ausgangspunkt waren ein Hobby, eine ungenutzte Domain und die Lust, etwas Eigenes auszuprobieren. Durch Vibe Coding wurde daraus in kurzer Zeit eine Website, die sichtbar macht, wofür Lipzbrew steht und wie sich das Projekt weiterentwickeln könnte.
Für Product Owner liegt darin eine wichtige Erkenntnis: Eine Idee gewinnt an Qualität, sobald sie konkret wird. Ein erster Prototyp macht Annahmen sichtbar und schafft eine gemeinsame Grundlage für Gespräche mit Stakeholdern. Rückmeldungen beziehen sich dann auf ein tatsächliches Ergebnis und nicht mehr allein auf Beschreibungen oder Präsentationen.
Auch Anforderungen lassen sich auf dieser Basis besser weiterentwickeln. Neue Ideen können im Product Backlog gesammelt, bewertet und priorisiert werden. Beim Lipzbrew-Projekt könnten später zum Beispiel weitere Inhalte, Braurezepte oder neue Funktionen ergänzt werden. Welche davon sinnvoll sind, lässt sich anhand des Ziels und der Reaktionen auf die bestehende Website entscheiden.
Für Scrum Master liegt der Nutzen an einer anderen Stelle. Sie können Teams dabei begleiten, KI praktisch und ohne großen Erwartungsdruck zu erproben. Ein kleines Experiment schafft einen überschaubaren Rahmen. Das Team kann beobachten, was funktioniert, wo Unsicherheiten entstehen und welche Unterstützung gebraucht wird.
Dabei geht es auch um Reflexion. Welche Aufgabe erleichtert das neue Werkzeug? Welche neuen Fragen entstehen? Wie verändert sich die Zusammenarbeit? Und an welcher Stelle bringt ein weiteres Tool keinen zusätzlichen Nutzen?
Das Beispiel zeigt damit eine agile Grundhaltung, die über das eigentliche Ergebnis hinausgeht. Eine Idee wird umgesetzt, gemeinsam betrachtet und auf Grundlage neuer Erkenntnisse weitergeführt. Das Werkzeug unterstützt diesen Prozess. Die Verantwortung für Ziel, Qualität und nächste Schritte bleibt bei den Menschen, die damit arbeiten.
Ein guter Vibe Coding Kurs sollte genau diesen Lernprozess ermöglichen. Teilnehmende brauchen einen verständlichen Einstieg, Raum für Fragen und die Gelegenheit, an einer eigenen Idee zu arbeiten. So entsteht ein direkter Bezug zur beruflichen Praxis oder zu einem persönlichen Projekt.
Beim Lipzbrew-Projekt lag dieser Bezug in Markus Hobby. Andere bringen vielleicht eine Idee aus ihrem Arbeitsalltag mit. Das kann ein kleines internes Tool, eine Website, ein Prototyp für eine Produktidee oder eine Unterstützung für Workshops und Teamprozesse sein.
Entscheidend ist, dass am Ende etwas entstanden ist, das gezeigt und weiterentwickelt werden kann. Gleichzeitig sollten Teilnehmende lernen, Ergebnisse kritisch zu betrachten. Dazu gehören Fragen zu Qualität, Datenschutz, Wartbarkeit und Verantwortung im Umgang mit KI.
Die Weiterbildung eignet sich deshalb besonders für Product Owner, Scrum Master, Product Manager und Projektverantwortliche, die KI praktisch erleben möchten. Auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger oder Fachkräfte ohne Programmiererfahrung können einen Zugang finden, wenn sie bereit sind, selbst auszuprobieren und aus dem Prozess zu lernen.
Für den Einstieg braucht es kein vollständig ausgearbeitetes Konzept. Eine konkrete Idee reicht aus.
Aus solchen Fragen kann ein eigenes Lernprojekt entstehen. Der Kurs gibt den Rahmen, um eine erste Version zu entwickeln, Erfahrungen zu sammeln und den nächsten sinnvollen Schritt zu bestimmen.
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